// Aktuelles
Entwurf der Leitlinien für die Fusionskontrolle – ein besorgniserregendes Signal
Nach einer langen Konsultationsphase hat die EU-Kommission vergangene Woche ihren Entwurf für neue Leitlinien für die Fusionskontrolle veröffentlicht. Auf deren Grundlage werden große Fusionen in Europa geprüft und entweder genehmigt oder untersagt. Unser erster Eindruck: der Entwurf ist besorgniserregend und liefert die Grundlage für mehr Marktkonzentration in Europa.
Von der Leyen stoppt Milliardenstrafe gegen Google – Kritik von Parlament und Zivilgesellschaft
Ursula von der Leyen hat eine bereits geplante Milliardenstrafe gegen Google in letzter Minute gestoppt. Das berichten übereinstimmend das Handelsblatt und Capitol Forum. In einem offenen Brief fordern heute 34 Organisationen die Kommissionspräsidentin auf, die Strafe zeitnah zu vollziehen und den DMA wirksam durchzusetzen.
Tegut-Übernahme: Bundeskartellamt muss Edeka und Rewe Einhalt gebieten
Das Bundeskartellamt geht heute in die vertiefte Prüfung der Übernahme von etwa 200 Tegut-Filialen durch Edeka. Rewe will weitere Filialen übernehmen. Oxfam, Rebalance Now und das Forum Fairer Handel sehen das Bundeskartellamt in der Pflicht, die Übernahmen zu untersagen
Neue Studie warnt vor Machtkonzentration in Agrar-Lieferketten
Eine neue Studie von Rebalance Now und Misereor zeigt: Wenige Konzerne kontrollieren zunehmend die Agrar-Lieferketten. Das treibt Preise hoch, benachteiligt kleine Betriebe und begünstigt unfaire Handelspraktiken. Deshalb fordern wir eine striktere Prüfung großer Fusionen und bessere Regeln gegen unfaire Handelspraktiken.
IKK 2026: Kartellrecht in Gefahr?
Die internationale Kartellkonferenz (IKK) des Bundeskartellamts in Berlin vom 11. bis 13. März stand im Zeichen des aktuellen geopolitischen Wandels. Stellenweise drängte sich der Eindruck auf, dass es kaum mehr um Wettbewerbspolitik ging, sondern darum sie zu schwächen. Ein besorgniserregender Trend, der auch über Deutschland hinaus wirkt.
Spritpreise: sinnvolle Schärfung des Kartellrechts
Rebalance Now begrüßt die Verschärfung des Kartellrechts als Teil des Kraftstoffmaßnahmenpakets. Es brauche ein umfassendes Vorgehen gegen steigende Marktkonzentration in der Wirtschaft. Die Reaktionen von Wirtschaftsverbänden wie dem BDI sind überzogen.
Spritpreise: Klares Vorgehen gegen Machtkonzentration nötig
Die steigenden Benzinpreise sind Folge einer erheblichen Marktkonzentration, die den Mineralölkonzernen eine umfassende Gewinnabschöpfung zulasten von Verbraucher*innen ermöglicht. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um der Machtposition der Mineralölindustrie und deren Übergewinnen entgegenzuwirken – zugunsten einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur mit weniger Abhängigkeiten.
Bonn gegen Amazon: bemerkenswerte Initiative des Bundeskartellamts
Die Marktmacht von Amazon ist extrem groß. Nun geht das Bundeskartellamt erneut dagegen vor und verbietet sogenannte Preiskontrollmechanismen, um den Wettbewerb auf der Plattform zu schützen. Das ist ein wichtiger Schritt. Doch weitere sollten folgen.
Durchwinken von Google/Wiz: die falsche Entscheidung der EU-Kommission
Zivilgesellschaftliche Organisationen in ganz Europa kritisieren scharf die Entscheidung der Europäischen Kommission, die geplante Übernahme von Wiz durch Google ohne Auflagen zu genehmigen. Unser Statement gemeinsam mit Partnern.
Digital Merger Watch: Aktuelle Trends bei Fusionen von Big Tech
Im Rahmen des Digital Merger Watch Projekts beobachten wir das Fusionsverhalten großer Tech-Konzernen. Dabei zeichnen sich neue Trends ab.
Lese-Tipp: Konzernatlas 2026
Seit Januar gibt es einen neuen Konzernatlas mit Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie. Er beleuchtet die Macht der großen Konzerne vom Saatgut bis zum Supermarkt und die Folgen der Machtkonzentration. Wir haben einen Beitrag beigesteuert, wie das Kartellrecht Bäuerinnen und Bauern stärken kann.
Fusionskontrolle: Überarbeitungen der EU-Leitlinien
Derzeit überarbeitet die EU-Wettbewerbsbehörde DG Competition ihre Leitlinien für die Kontrolle von Unternehmenszusammenschlüssen. Wir begleiten diesen Prozess eng und drängen auf die Verschärfung der Leitlinien. Zuletzt beteiligten wir uns dazu an Workshops der EU-Kommission in Brüssel.











